Die besten Länder zum Tauchen

Getaucht werden kann theoretisch auf der ganzen Welt. Ob das Land oder das Tauchgebiet geeignet ist, ist ebenfalls abhängig von den Interessen und den Fähigkeiten des Tauchers. Für wenig erfahrene Taucher spielen beispielsweise auch die Jahreszeit und das Klima eine wichtige Rolle. Nachfolgend finden sich die besten Länder und wird aufgezeigt was diese für den Taucher so besonders machen.

Tipps für die Wahl des richtigen Tauchgebietes

Tauchgebiete, die für einen Laien nicht geeignet sich, können für Fortgeschrittene sehr attraktiv sein und umgekehrt. Daher sind selbst berühmte Tauchgebiete, wie beispielsweise die Malediven, nicht für jedermann geeignet. Manche Tauchreviere eignen sich auch gut für Schnorchler, andere sind ideal für Wracktaucher oder Unterwasserfotografen. Die nachfolgenden Punkte entscheiden über die Eignung der Region als Tauchgebiet:

Checkliste Tauchgebiete

  • Artenvielfalt von Fischen, Korallen und Wasserpflanzen
  • Anzahl der Unterwasserlebewesen
  • Sicht unter Wasser
  • Wracks und ähnliche Tauchziele
  • Wassertiefe
  • Wassertemperatur
  • Küstennähe
  • vorhandene Tauchbasen und Tauchschulen
  • Strömung und Wellengang
  • vorhandene Unterkunftsmöglichkeiten
  • Nähe zu Dekompressionskammern
  • Transportmöglichkeiten

Griechenland – Tauchen erst seit Kurzem erlaubt

Das Tauchen war in Griechenland bis 2006 nur eingeschränkt möglich. Durch dieses Verbot wollte die Regierung verhindern, dass historische Artefakte vom Meeresboden verschwinden. Das griechische Tauchrevier ist bekannt für seine Vielseitigkeit. Unzählige Riffe, Steilwände, Höhlen und Wracks sorgen für Abwechslung. Nicht selten finden Taucher bei ihren Tauchgängen Artefakte, die jedoch nicht angefasst werden sollten. Vielmehr besteht die Verpflichtung, den Fund der Behörde zu melden.

An Fischen sind große Barsche und kleine Meeresbewohner wie Krebse, Garnelen, Aale, Nacktschnecken und Seepferdchen zu bewundern. Griechenland ist demnach eher ein Unterwasserrevier für Liebhaber kleiner Details. Die Sichtweiten variieren, abhängig von der Jahreszeit und dem Gebiet, zwischen sechs und 50 Metern. In der Regel sind die Tauchplätze relativ strömungsfrei und auch für Anfänger geeignet. Die beste Reisezeit für einen Tauchurlaub ist Juni bis September – dann ist es am wärmsten und trockensten.

Mallorcas Tauch-Hotspots – Grotten und Wracks

Das Tauchrevier rund um Dragonera bei Mallorca wurde bereits 1995 zum Naturpark erklärt, daher sind das Ankern und Fischen verboten. Dadurch gibt es hier eine derart große Fischvielfalt, die im Mittelmeer eher selten anzutreffen ist. So gibt es riesige Barrakudaschwärme und auf den Tauchgängen sind regelmäßig auch große Zackenbarsche und Adlerrochen anzutreffen. Ab und an sehen Taucher sogar die seltenen Mondfische, aber auch Delfine, Seepferdchen und Schildkröten sind zu sehen.

Rund 50 Prozent der 550 Kilometer langen Küste vor Mallorca steht unter Naturschutz. Ein weiteres Meeresschutzgebiet ist die nahe der Bucht von Palma de Mallorca vorgelagerte Insel Toro. Sie zählt zu den beliebtesten Tauchpunkte an der Westküste Mallorcas. In nur sieben Meter Tiefe sind riesige Schwärme von Stachelmakrelen und Goldriemenfischen anzutreffen, aber auch Drachenköpfe, Pfauenfische und Barrakudas. Aus den Löchern der auf bis zu 40 Metern abfallenden Stielwände starren neugierige Moränen die Taucher an.

Ein weiterer Hotspot für Taucher sind die Unterwasserhöhlen von Porto Pi. In den beiden Grotten dringt durch die Tunnelöffnung von oben Licht und lässt das Wasser im klaren Hellblau erstrahlen.

Ebenfalls nur wenige Minuten von Palma entfernt liegen in 24 bis 35 Meter Tiefe vier Schiffswracks. Die Sicht ist allerdings in der Regel schlecht und daher ist dieser Tauchgang den fortgeschrittenen Tauchern vorbehalten. Im Wrackinnern befinden sich einige größere Fischschwärme, die ihr neues Zuhause im Wrack gefunden haben. Nur wenige Meter neben dem Wrack liegen zwei weitere Frachter auf dem Meeresgrund und auch ein Motorsegler ist vorhanden.

Unweit vor der Halbinsel Victoria erwartet den Taucher eine imposante Höhlenwelt. Zahlreiche Unterwasserhöhlen und Grotten, wie beispielsweise der Neptun-Tempel, belohnen am Cap Pinar den Tauchgang.

Faszinierende Unterwasserwelten auf Island

Island hat Tauchurlaubern Einiges zu bieten. Die Silfra-Spalte befindet sich im Nationalpark Thingvellir – ein Tauchplatz der absoluten Spitzenklasse. In Island tauchen die Taucher in kristallklarem Wasser zwischen den Kontinentalplatten von Eurasien und Amerika. Die enorm gute Sicht hat zwei Gründe: es handelt sich um sehr kaltes Schmelzwasser und zudem wurde das Wasser bereits gereinigt, indem es durch verschiedene Lavaschichten drang. Dieses Wasser ist sogar problemlos trinkbar.

Die Silfra-Spalte ist bis zu einer Tiefe von 18 Metern ertauchbar. Dabei sollten Taucher ab und an einen Blick an die Wasseroberfläche wagen, denn hier spiegelt sich die Unterwasserlandschaft. Von hier aus gelangen Taucher direkt in die Silfra-Lagune. Diese hat einen Durchmesser von knapp 120 Metern und ist mit einer Tiefe von maximal fünf Metern sehr flach. Auch hier ist das Wasser atemberaubend klar.

Tauchgänge auf Island stehen aber auch für unvergessliche Naturschauspiele. So wurde im Kleifarvatn See erst 2009 heiße Unterwasserquellen entdeckt. Diese geothermalen Quellen gelten für Taucher in Island zu den Highlights ihres Urlaubs.

Am Südende des Sees befindet sich auf einer Tiefe von sechs bis vierzehn Metern Krater, aus denen schwefelhaltiges Wasser und heiße Luft blubbern. Der Schwefelgehalt ist auch für die gelben Ablagerungen verantwortlich, die sich am Sandgrund befinden.

Im Meer rund um Reykjavik ist Garour einer der beliebtesten Tauchplätze. An der Spitze der Halbinsel gelegen, befindet sich das Tauchrevier im Atlantik, wodurch Taucher hier eine besonders breite Artenvielfalt an Meeresbewohnern vorfinden. Auch Tauchanfänger sind hier gut aufgehoben, denn auf drei bis sechs Meter Tiefe befindet sich eine Sandfläche.

Daneben gibt es in Garour viele interessante Gesteinsformationen, in denen unzählige verschiedene Meeresbewohner leben. Tauchen auf Island bedeutet auch das Kennenlernen von Tierarten, denen Taucher anderswo noch nie begegnet sind.

Bali – Indonesiens meiste Tauchbasen

Bali trumpft als „Insel der Götter“ mit malerischen Stränden und azurblauem Wasser. Die atemberaubende Unterwasserwelt garantiert einen unvergesslichen Tauchurlaub. Daher verwundert es kaum, dass Bali über die meisten Tauchbasen in Indonesien verfügt. Diese sind auf der ganzen Insel verteilt, sodass die Anfahrt zu den Tauch-Hotspots problemlos möglich ist.

Auf Bali ist Tauchen ganzjährig möglich. In den Sommermonaten April bis Oktober ist hierfür die beste Zeit. Dann liegen die Wassertemperaturen durchschnittlich bei 26 bis 29 Grad Celsius.

Wahre Tauchparadiese sind die winzig kleinen Inseln Nusa Penida und Nusa Lembongan. Sie bieten eine reiche Artenvielfalt der Unterwasserbewohner – Manta Rochen, Mondfische, Schildkröten und die verschiedensten bunten Riffbewohner. Aber auch der Weißspitzen-Riffhai oder der Graue Hai werden hier oft gesehen.

In dieser Region ist das Wasser glasklar und erlaubt eine sehr gute Sicht auf die Fische und Korallen. In dem Gebiet herrscht starke Strömung, weshalb die dortigen Tauchreviere eher für fortgeschrittene Taucher geeignet sind.

Unter der Insel Nus Menjangan befindet sich im äußersten Nordwesten ein Naturschutzgebiet. Hier gibt es mehr Korallenarten als überall sonst in der Karibik. Aufgrund der geschützten Lage und der kaum vorhandenen Strömung ist dieses Gebiet besonders gut betauchbar und daher auch für Anfänger sehr gut geeignet. Das Highlight sind hier jedoch die grandiosen Steilwände. Sie erreichen Tiefen von bis zu 60 Metern. Bereits ab zehn Metern sind die ersten Korallenriffe zu sehen.

Die Tauchreviere an der Ostküste Balis sind für Taucher jeder Ausbildungsstufe geeignet. Für Neulinge bieten sich Plätze wie die Blue Lagoon oder Jepun an. Bevorzugen Orte sind Gili Tepekong und die Amuk Bay – diese gliedert sich in die drei Inseln Gili Tepekong, Gili Mimpang und Gili Biaha. Auf Bali finden Taucher alles das, was für einen perfekten Tauchurlaub notwendig ist: Haie, Muränen, Rochen und wunderschöne Korallenriffe.

Tauch-Hotspots am Roten Meer – Ägypten

Ägypten bietet Tauchern kristallklares Wasser mit Badewannentemperaturen sowie, eine bunte und artenreiche Unterwasserwelt – und dies ganzjährig. Taucher schätzen die günstigen Preise und die schnelle Erreichbarkeit aus Mitteleuropa.

Lediglich fünf Flugstunden von Deutschland entfernt liegt das insbesondere bei Tauchern so beliebte Urlaubsziel Ägypten. Die Auswahl der Tauchbasen ist groß und fast alle Tauchsportverbände sind hier vertreten.

Üblich und beliebt sind bei Tauchern in Ägypten die sogenannten Tauchsafaris. Hier lernen Sporttaucher auf den mehrtägigen Bootstouren auch abgelegen Riffe und unbekannte Wracks kennen. Wohl bekanntester und beliebtester Tauchplatz in Ägypten ist das Shark Reef im Ras Mohammed Nationalpark. Da hier die Anzahl der Tauchboote limitiert ist, konnten sich Flora und Fauna ungestört entwickeln. In den dort vorhandenen Strömungskanälen treffen Taucher auf Barrakudas, Thunfische und Riffhaie. Nebenan bietet das Tauchrevier Jackfish Alley eine der besten Möglichkeiten zum Höhlentauchen.

Ein weiteres Highlight ist die Straße von Tiran. Hier können Strömungstaucher an Steilwänden entlang auf bis auf 40 Meter Tiefe abtauchen. Wer fernab vom Massentourismus tauchen möchte, sollte sich nach Marsa Alam, Safaga oder El Quseir begeben.

Ein ebenfalls noch kaum vom Tourismus erschlossener Ort liegt an der Westküste des Roten Meeres – Hamata. Zwar bietet die Region keine unendlichen Traumstrände, dafür aber sehenswerte Tauchreviere. Hier befinden sich noch intakte und lebendige Korallenriffe.

Insel-Paradies für Taucher – Fidschi-Inseln

Über 330 Insel und die typischen azurblauen Lagunen in Verbindung mit einer faszinierenden Unterwasserwelt machen Fidschi zu einem perfekten Tauchurlaub. Besonders von den anderen Inseln hebt sich die Insel Viti Levu ab. Sie verfügt über hohe Vulkanberge und ist dicht besiedelt. Hier warten auf die Besucher ein tropischer Regenwald und zahlreiche Savannen. Der Norden eignet sich wegen der schönen Unterwasserlandschaften besonders gut fürs Tauchen. Von hier finden auch mehrtägige Tauchsafaris statt. Besonders empfehlenswert sind die Nigali Passage, der Koro See oder Wakaya.

Nur rund zwei Stunden entfernt befinden sich die Mamanuca-Inseln. Die Inselgruppe besteht aus 16 verschiedenen Vulkaninseln, von denen jede eine Besonderheit für sich bietet. Beliebt bei Tauchgängen auf den Mamancu-Inseln sind die Tauchreviere rund um den Inseln Malolo, Matamanoa und Mana. Weltberühmt als Tauch-Spot ist die Castaway-Insel.

Tauchen auf Fidschi bedeutet auch immer ein großer Farbenreichtum. So bietet das Namena Reef eine besonders große Vielfalt an Korallen aller Art. Hier tummeln sich auch Langnasenbüschelbarsche, Haie, Schaukelfische und Anemonen. Ein Besuch des Namena Marine Nationalparks ist für Taucher ein Muss.

Die zweitgrößte Insel der Fidschis ist Vanua Levu. Sie liegt im Norden der Inselgruppe. Beliebte Tauchorte sind Matangi, Qamea und Taveuni. Sie sind berühmt für ihre Unterwasserschönheit. Hier finden Taucher auch das 30 Kilometer lange Rainbow Reef mit unzähligen Fisch- und Korallenarten.

Der nördliche Teil der Fidschis eignet sich auch für einen Landurlaub und ist nicht nur bei Tauchern beliebt. Urlauber, die einen gewissen Luxus suchen, kommen hier in den ausgezeichneten Hotels voll auf ihre Kosten.

Lesen Sie weitere, interessante Reisethemen

Kopenhagen, die Hauptstadt Dänemarks, bietet das ganze Jahr über zahlreiche Möglichkeiten für spannende Entdeckungstouren und Ausflüge. Die Auszeichnung als

Kopenhagen, die lebenswerteste Stadt der Welt

Kopenhagen, die Hauptstadt Dänemarks, bietet das ganze Jahr über zahlreiche Möglichkeiten für spannende Entdeckungstouren und Ausflüge. Die Auszeichnung als "lebenswerteste Stadt der Welt" trägt die dänische Metropole nicht umsonst.

weiterlesen...

Florenz gehörte im 15. und 16 Jahrhundert zu den reichsten Städten Europas. Die Architektur und das Stadtbild wurden durch berühmte Meister wie Michelangelo und Leonardo da Vinci geprägt. Nicht zuletzt gilt Florenz deshalb als die Geburtsstätte der Renaissance.

Florenz entdecken - Top 10 Sehenswürdigkeiten

Florenz gehörte im 15. und 16 Jahrhundert zu den reichsten Städten Europas. Die Architektur und das Stadtbild wurden durch berühmte Meister wie Michelangelo und Leonardo da Vinci geprägt. Nicht zuletzt gilt Florenz deshalb als die Geburtsstätte der Renaissance.

weiterlesen...

Dublin, die Hauptstadt Irlands, hat seinen Besuchern das ganze Jahr über viel zu bieten. Die geselligen Menschen und vielen historischen Sehenswürdigkeiten machen die irische Metropole zu einem beliebten Ziel für die nächste Städtereise.

Dublin erleben - Top 10 Sehenswürdigkeiten

Dublin, die Hauptstadt Irlands, hat seinen Besuchern das ganze Jahr über viel zu bieten. Die geselligen Menschen und vielen historischen Sehenswürdigkeiten machen die irische Metropole zu einem beliebten Ziel für die nächste Städtereise.

weiterlesen...

Bleiben Sie mit SuperFewo.com auf Facebook verbunden